«Entfalten statt Liften» – Frauen in der Lebensmitte 

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Es gibt einen bestimmten Lebensabschnitt, in dem viele Frauen einen Neuanfang wagen.
Dies ist meist die Lebensmitte. Für viele ein grosser Wendepunkt, das sogenannte «zweite Erwachsenenleben».

Warum besteht gerade in der Lebensmitte der Wunsch nochmals durchstarten?

In der ersten Lebenshälfte ist oft noch viel vorgegeben, es wird „funktioniert“ und sich eher nach aussen orientiert. Ab der Lebensmitte, Ende Vierzig bis Ende Fünfzig, werden bewusstere Entscheidungen getroffen, selbstsicherer und mit mehr Tiefgang. Die meisten möchten dann die Essenz bzw. den Sinn im Leben spüren. Dazu gehören zum Beispiel auch diejenigen, denen die Familie bisher sehr wichtig war. Möglicherweise verlassen erwachsene Kinder das Elternhaus, dann wird wieder viel Energie frei, um das eigene Leben umzugestalten. Jetzt können und wollen sie beruflich durchstarten, persönliche und finanzielle Eigenständigkeit und Freiheit gewinnen. Auch wenn beruflich bereits viel erreicht wurde, kommt oftmals der Punkt nochmals etwas zu verändern, etwas Neues auszuprobieren, beispielsweise sich selbstständig zu machen oder auch einfach nur kürzertreten.  

Meist besteht der Wunsch nach mehr Lebensqualität, Selbstbestimmung, Eigenständigkeit, nach finanzieller Unabhängigkeit und mehr Lebensfreude. Sinnfragen, die eigene Bestimmung, Berufung zu finden und eine Lebensaufgabe zu erfüllen, stehen dann auf einmal im Focus. Ziele sind die eigenen individuellen Stärken, Talente und Fähigkeiten noch besser kennen zu lernen und zu leben. Aber auch die eigenen Grenzen anerkennen und „Nein-Sagen“ können.

Manchmal sind es auch die ungewollten Veränderungen, die Mühe bereiten. In den meisten Unternehmen sind Change-Prozesse an der Tagesordnung. Oftmals gibt es Probleme, sich auf die zahlreichen Veränderungen, Neu-Organisationen, Vorgesetzte und Hierarchie-Stufen einzustellen. Hieraus kann eine permanente Unzufriedenheit und Gereiztheit entstehen, bis hin zu Krankheiten und privaten Auswirkungen.

Die klassischen «Entfaltungsbremsen»

Ein beruflicher oder privater Neuanfang kostet Mut. «Ich muss meine Komfortzone verlassen». Da kommen Selbstzweifel auf: «Schaffe ich das?». Das nicht ausreichende Selbstbewusstsein und der hohe Anspruch an sich selbst, stehen meistens im Weg.

Klassische „Entfaltungs- und Wachstumsbremsen“, die daran hindern, nochmals durchzustarten sind meist Angst, eigene Bequemlichkeit, mangelndes Zutrauen und Selbstvertrauen.
Auch negative Glaubensätze oder Selbstzuschreibungen behindern die Beweglichkeit

(„Mindfucks“ nennt das Dr. Petra Bock in ihrem Buch). Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit, Überforderung, Erschöpfung, mangelnde Energie (z.B. Burnout).    

Mit der richtigen Begleitung können Einstellungen jedoch verändert und neue Herausforderungen angenommen werden, die erfolgreich zu neuem Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen führen können.

Mit der richtigen Einstellung ist bei jedem Wechsel im Leben eine positive Wende möglich, auch wenn es anfangs nicht danach aussieht.

Ein Neuanfang ist manchmal leichter als man denkt und setzt vielleicht sogar ungeahnte Energien frei.

In dem Buch von Claudia Filker «Entfalten statt Liften» erzählen Frauen, wie lebenswert diese Phase ihres Lebens ist. Sie haben neue Wege beschritten – manchmal ganz bewusst, manchmal unfreiwillig – und machen Leserinnen Mut, diese Zeit bewusst zu gestalten…

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