Ein Haus ist kein Zuhause, solange kein Hund darin wohnt.

Hunde waren die treuen Begleiter meiner Kindheit. War ich bei meinen Grosseltern in den Ferien, hat mich manchmal das Heimweh geplagt. Nicht nach meinen Eltern oder meinen Brüdern – nein, nach dem Familienhund. Zugegeben, ich kann mich auch daran erinnern, dass wir Geschwister uns um den Hundespaziergang gestritten haben. War der Vierbeiner neu in unserer Familie, ging es darum «wer darf», einige Monate später, «wer muss». Wir wissen alle, an wem diese Aufgabe schlussendlich hängen bleibt: am «Mami». 

Als ich von zuhause auszog, war der Wunsch nach einem eigenen Hund immer da, mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Ich habe mir über die Jahre öfters die Frage gestellt, ob sich ein eigener Hund mit meiner Arbeit verbinden lässt und kam immer zum Schluss, dass das nicht möglich ist und sehr egoistisch von mir wäre. 

Vor Kurzem habe ich einige Tage lang den Hund einer Freundin gehütet und fühlte mich richtig glücklich. Ich war mehr in Bewegung, durfte viele Streicheleinheiten verteilen und konnte immer wieder herzhaft lachen. Die kleine Hündin hat ganz einfach mein Herz berührt. Und deshalb möchte ich mir heute nicht mehr die Frage stellen, «ob», sondern «wie» ich meinen Alltag gestalten kann, damit sich ein Hund bei mir wohlfühlt.  

Und so google ich jetzt nach Dogsittern und Tierheimen, spreche mit Hundebesitzerinnen und suche nach kreativen Lösungen. Wer kommt einem beim Thema Dogsitter als erstes in den Sinn? Natürlich das «Mami».

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